Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart

Reichweitenuntersuchung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung (LAGO), aus Mitteln des Zukunftsplan Jugend des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Teilprojekt innerhalb des Gesamtvorhabens Reichweitenuntersuchung: Befragung von Nutzerinnen und Nutzern von Angeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit in Ludwigsburg, Leonberg, Weil der Stadt und Holzgerlingen...

Auftraggeber

Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung (LAGO), aus Mitteln des Zukunftsplan Jugend des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Kooperationspartner Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit in den vier untersuchten Städten (Ludwigsburg, Leonberg, Weil der Stadt und Holzgerlingen), Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung (LAGO)
Vertreterinnen Kooperationspartner
Stadt Leonberg, Stadt Ludwigsburg, Jugendhaus Leonberg e.V, Verein für Jugendhilfe im Landkreis Böblingen e.V., AWO Kreisverband Böblingen, Waldhaus gGmbH
weitere Akteure Evangelische Hochschule Ludwigsburg (führt ergänzend zur Befragung von Nutzerinnen und Nutzern von Angeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit eine flächendeckende Jugendbefragung in den vier Städten durch).
Forschungsauftrag

Im Rahmen des Zukunftsplan Jugend soll untersucht werden, wer die Nutzer/innen der Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit in Baden-Württemberg sind (Reichweitenuntersuchung). Dabei ist von besonderem Interesse, welche Jugendlichen die Angebote in Anspruch nehmen und welche Motive hinter der Nutzung stehen.

Im Kontext dieses Untersuchungsziels werden in vier Kommunen (Ludwigsburg, Leonberg, Weil der Stadt, Holzgerlingen) Nutzer*innenbefragungen in den Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit durchgeführt. Die folgenden drei Forschungsfragen stehen im Zentrum der Untersuchung:

  1. Welche soziostrukturellen Merkmale kennzeichnen den Personenkreis der Nutzerinnen und Nutzer von Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit? (z.B. Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, familiäre Situation)
  2. Welche (jugendkulturellen) Vorlieben und Präferenzen haben Nutzerinnen und Nutzer von Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit und wie lässt sich deren Freizeit- und Aneignungsverhalten charakterisieren? (z.B. Lebensstil, Hobbies, Vereinsmitgliedschaften, genutzte Räume)
  3. Was sind die Motive der Nutzung von Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit in den genannten Kommunen (z.B. Geselligkeitsmotive, Gemeinschaftsmotive, persönliche Probleme, familiäre Probleme)
Um einen Vergleich mit der gesamten Jugend vor Ort zu gewährleisten ist eine Verschränkung mit den Untersuchungsergebnissen der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg denkbar, die parallel eine Jugendbefragung in den genannten Kommunen durchführt.
Projektleitung Prof. Dr. Thomas Meyer
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

Sebastian Rahn (cand. M.A.)

Projektdauer

Mai 2016 bis Februar 2017

Zuordnung
Praxisforschung
Forschungsmethoden

Der Forschungsansatz besteht aus einer Verschränkung qualitativer und quantitativer Methoden und lässt sich in drei Analyseschritten darstellen:

Baustein 1:
Explorative Kurzinterviews in ausgewählten Einrichtungen, um Variablen für die Fragebogenkonstruktion zu sammeln und erste Hypothesen zu identifizieren (16 Interviews)

Baustein 2:
Schriftliche Befragung der Nutzer*innen an den einzelnen Standorten (Vollerhebung)

Baustein 3:
Qualitative Fallanalysen, um die in der Auswertung der Bausteine 1 und 2 aufkommenden Fragen zu vertiefen (ca. 10 Fallanalysen) 

Ergebnisse Abschlussbericht im Februar 2017